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Der RRC in der Presse – Ruderer Stephan Krüger will noch einmal die Meisterkette tragen

Die MV-Elite-Ruderer gehen mit einigen Medaillenkandidaten in die Deutschen Kleinboot-Meisterschaften von Freitag bis Sonntag auf dem Fühlinger See in Köln. Aber sie haben auch einen herben Rückschlag zu verkraften: Frauen-Riemen-Bundestrainer Sven Ueck hat verfügt, dass sich das gerade erst gebildete Zweier-ohne-Team Frauke Hacker/Christin Stöhner vom Olympischen Ruder-Club Rostock auflöst. Grund war eine rätselhaft schlechte Ergometer-Zeit von Frauke und dass beim sogenannten Vortest ein ebenso unbefriedigender „Auftritt“ von beiden auf dem Wasser folgte. In Köln starten Christin Stöhner, die ihrerseits ein Top-Ergo-Ergebnis vorzuweisen hatte, mit der Potsdamerin Annabel Oertel sowie Frauke Hacker mit Katja Fuhrmann aus Dresden (ohne dass die beiden vorher je zusammen gefahren wären). „Frauke lag vorher bei den Trainingsleistungen unter den ersten Drei. Ich bin enttäuscht vom Bundestrainer, dass er ihr bei ihrem ersten Ausrutscher nicht das Vertrauen schenkt, und auch von der Art und Weise, dass er das der Sportlerin fünf Tage nach dem Test per Mail mitteilt“, redet Olympiastützpunkt-MV-Coach René Burmeister: nicht um den heißen Brei herum. Neben der für die Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 startenden Rostockerin Marie-Louise Dräger, die mit ihren 38 Jahren (sie hat am Donnerstag Geburtstag – herzlichen Glückwunsch!) das Feld der Leichtgewichts-Skullerinnen aufzumischen gedenkt, sollte aus MV-Sicht Stephan Krüger die besten Chancen haben, in Köln ganz vorn zu landen. Der 30-Jährige vom ORC würde sich nur zu gern noch einmal die berühmte Meisterkette mit Brillant-Stern um den Hals hängen lassen. Dieses sowohl vom Material- als auch gerade vom ideellen Wert kostbare Museumsstück trug schon der erste nationale Titelträger im Skiff-Rudern, Achilles Wild, im Jahr 1882. Dieser war für die Stifterin des Preises, die Frankfurter Ruder-Gesellschaft von 1869, am Start – genau wie es heute Stephan Krüger ist. Auf einem der zahlreichen Gold-Plättchen, aus denen die Kette besteht, ist sein Name bereits eingraviert – für den Titel 2015, erobert ebenfalls auf dem Fühlinger See. Am Wochenende wird ein Dreikampf zwischen ihm, der unlängst beim Vortest in Hamburg Zweiter war, dem dortigen Sieger Oliver Zeidler (Donau-RC Ingolstadt) sowie Tim Ole Naske (RG Hansa Hamburg), dem Titelverteidiger von 2017 und 2018, erwartet. Der Vorjahres-Zweite Krüger sagt: „Bei Deutschen Meisterschaften muss man absolut auf den Punkt da sein, da muss alles passen. Olli ist Favorit, aber ich werde versuchen, im Wettkampf an ihn ranzukommen. Und Tim Ole Naske ist auch noch da, den darf man nicht unterschätzen.“ Was auch immer am Sonntag herauskommt, Stephan Krüger will im Gegensatz zur vergangenen Saison, als er den deutschen Doppelvierer anführte, auf Biegen und Brechen in den Einer: „Ich würde in diesem Jahr darum streiten und es wenn nötig auf die Spitze treiben. Ich halte daran fest und will es solange wie möglich* probieren.“ René Burmeister hofft über Dräger und Krüger hinaus, dass auch Julia Leiding (Rostocker Ruder-Club) und Achter-Weltmeister Hannes Ocik (Rostock/Schwerin) im „Zweier ohne“ mit Christopher Reinhardt (RV Dorsten) „auf alle Fälle erst mal das Finale erreichen“. Stöhner/ Oertel traut er ebenfalls zu, dass sie unter die besten Sechs kommen. Zu Frauke Hacker sagt er: „Sie hat alles verloren und jetzt nichts mehr zu verlieren. Es kann nur bergauf gehen. Sie soll da unbekümmert rangehen. Wenn Frauke effektiver rudert, dann passt es wieder.“

Text: Peter Richter/NNN Quelle: https://www.nnn.de/23351602 ©2019

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