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Schlagwort: Schweriner Rudergesellschaft

Ergometer zum Ausleihen

Ruderer auf Ergometergeräten
Vor allem Trainingsruderinnen und -ruderer können sich ein SRG-Ergo ausleihen.

Schönes neues Jahr! Bleibt alle gesund – und fit! Damit das etwas leichter fällt, hat der SRG-Vorstand entschieden, einige Ergo-Geräte auszuleihen. Natürlich ist es nicht möglich, jedem Mitglied eines nach Hause zu stellen, darum haben wir eine Priorisierung vorgenommen. Dies sind die Regeln:

Durch den aktuellen Lockdown sind wir alle in unseren Trainingsaktivitäten sehr eingeschränkt. Ab und zu finden sich ein paar kleine Gruppen zusammen, welche den kalten Temperaturen trotzen und eine Ausfahrt unternehmen. Der Kraftraum wird sehr intensiv genutzt. Das macht unser Reservierungssystem möglich: Hier ist fast jeder Tag voll belegt. Nur im Ergometer-Raum stauben unsere Ergo´s ein. Daher möchten wir unseren Sportlern die Möglichkeit geben sich zu Hause auf die nächste Saison vorzubereiten.

Wer kann sich ein Ergometer ausleihen?

Jedes aktive Vereinsmitglied hat Anspruch auf das Ausleihen eines Ergometers.

Haben bestimmte Sportler Vorrang?

Bei zeitgleicher Anfrage zur Miete haben Sportler, welche üblicherweise aktiv an Wettkämpfen teilnehmen und Sportler, welche anderen Mitglieder der üblichen Trainingsgruppe das Trainieren ermöglichen, haben Vorrang.

Entstehen für mich Kosten für das Ausleihen?

Ja. Je angefangenen Monat fällt ein kleiner Betrag in Höhe von 5,00 EUR an.

Wie erfolgt die Anmeldung und die Übergabe?

Sendet eine Mail an unseren Sportwart sportwart@schwerinerrudergesellschaft.de. Er wird Euch informieren, ob ein Ergo verfügbar ist und die Übergabe mit Unterstützung unserer beiden FSJler organisieren.
Die Übergabe wird mit einem Übergabeprotokoll, welches Typ, Seriennummern und eventuelle Schäden enthält, dokumentiert.

Sobald wir in den normalen Trainingsbetrieb übergehen können, müssen die Ergometer umgehend zurück gegeben werden. Auch wenn der angefangene Mietmonat noch nicht abgelaufen ist.

Wichtig: Training nur zu zweit!

Diese Regeln gelten für alle in der SRG.

Liebe Mitglieder der Schweriner Rudergesellschaft,

durch die Corona-Verordnung des Landes MV vom 15.12.2020 wurde der Sportbetrieb in unserem Land weiter eingeschränkt. Der Trainingsbetrieb im Kinder- und Jugendbereich darf nun auch nicht mehr stattfinden. Es ist nur noch der

„Individualsport, der allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ möglich.

Wir haben mit dem Buchungssystem der SRG eine im Land fast einzigartige Möglichkeit geschaffen, um weiterhin eine sportliche Betätigung in dieser schwierigen Zeit zu ermöglichen. Dafür brauchen wir jedoch eure Mitarbeit und die Einhaltung unseres Hygieneregimes.

Bitte beachtet daher unbedingt, dass die Nutzung der Sporträume nur durch jeweils 2 Personen gleichzeitig gestattet ist. Nur bei Familienmitgliedern dürfen auch mehr als 2 Personen zusammen trainieren. Achtet bitte auch darauf, dass sich im Umkleideraum nicht mehr als 2 Personen gleichzeitig aufhalten und dieser nur so kurz wie möglich genutzt wird. Es ist ebenfalls zwingend notwendig, dass ihr euch in die Anwesenheitsliste eintragt – auch wenn ihr euch elektronisch angemeldet hattet.

Bitte kommt mit Rücksicht und Gesundheit durch diese schwierige Zeit und lasst uns auf ein besseres 2021 hoffen!

Euer Vorstand

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Hier nochmals der bisherige Stand mit ausführlichen Schilderungen

Liebe Ruderinnen, liebe Ruderer. Seit November 2020 unterliegt der Freizeit- und Amateursport besonderen Regelungen, die helfen sollen, die Ausbreitung des Corona-Virus einzuschränken. Diese Regeln gelten auch im Dezember. Wichtige Bitte: Haltet Abstand, achtet auf Hygiene und: bitte beachtet die höchstens erlaubte Zahl an Personen in unseren Trainingsräumen!

Das bedeutet für die Schweriner RG vor allem: Training im Kraft- und Ergoraum ist derzeit nur allein oder zu zweit gestattet. Dafür ist es notwendig, über unsere Internetseite einen Termin zu reservieren. Ausfahrten sind nur in Einern und ungesteuerten Zweiern erlaubt. Da wir im Winterhalbjahr sind, gilt hierfür insbesondere die entsprechende Regelung aus unserer Ruderordnung: „Im Winterhalbjahr ist der Ruderbetrieb nur in Ufernähe der Seen erlaubt. Bei Frostgefahr ruht der Ruderbetrieb.“ Seid vorsichtig wie bisher und verzichtet im Zweifel auf eine Ausfahrt.

Wichtig für alle Kraftraum-Nutzer und Ergo-Nutzer: Der Trainingsbetrieb der Kinder und Jugendlichen hat Vorrang, in dieser Zeit können alle anderen Kraft- und Ergoraum nicht nutzen!

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UPDATE 26.11.2020:

A.) Die Zahl der Personen in unseren Trainingsräumen ist auf 2 gleichzeitig begrenzt. Es ist nicht im Sinne unseres Hygieneplans und auch grundsätzlich nicht rücksichtsvoll, in unserem Reservierungstool mehr als eine Person pro Reservierung anzugeben (oder mit mehr als einer Person zum reservierten Termin zu erscheinen). Eine Ausnahme gilt nur für Menschen aus demselben Hausstand.

B.) Ein Eintrag in der Reservierungsliste ist ebenso erforderlich wie Euer Eintrag in die Anwesenheitsliste. Beides ist zwingend notwendig. Bitte tragt Euch bei jedem Besuch in unseren Trainingsräumen in die Anwesenheitslisten ein – und wann ihr sie wieder verlassen habt.

C.) Beim Wechsel von Nutzern bzw. Nutzergruppen gibt es immer mal wieder größere Begegnungen, also viele Personen auf einem Haufen. Genau das soll ja gerade vermieden werden. Bitte haltet Abstand. Das gilt zum Beispiel auch für die Umkleiden. Der Vorstand wäre sonst gezwungen darüber nachzudenken, die Umkleiden wieder zu sperren.

Vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Mithilfe! Wir schaffen das zusammen! Bestimmt!

ursprünglicher SRG-Trainingsplan. Derzeit sind nur Kinder- und Jugendtermine möglich – und haben Vorrang.

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UPDATE (4.11.2020): Leider haben sich einige Userinnen und User nicht an den Trainingszeiten der Kinder und Jugendlichen orientiert. Wir haben darum die Buchungsvoraussetzungen verschärft. Eure Einträge sind vorläufig. Sie müssen durch einen Admin genehmigt werden. Einträge, die in die festen Trainingszeiten des Nachwuchses fallen, werden wir ablehnen müssen. Diese Aufgabe übernimmt unser Sportwart Mario Jeske.

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UPDATE (16.11.2020): Kurzfristige Buchungen binnen weniger Minuten – sozusagen von einer Stunde auf die nächste – können wir leider nicht gewährleisten. Das hat Kapazitätsgründe (Mario muss den jeweiligen Termin ja auch noch freigeben). Trainingstermine könnt Ihr ab sofort mit einer Frist von mindestens 12 Stunden im Voraus buchen. Also plant Euer Training bitte am besten einen Tag vorher. Danke für Eure Unterstützung! Bleibt gesund!

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Wichtig für alle Kraftraum-Nutzer und Ergo-Nutzer: Der Trainingsbetrieb der Kinder und Jugendlichen hat Vorrang, in dieser Zeit können alle anderen Kraft- und Ergoraum nicht nutzen!

Die Zeiten, in denen Kraft- und Ergoraum also den Kindern und Jugendlichen vorbehalten sind, sind im Trainingsplan für das Winterhalbjahr angegeben. Montags, mittwochs, donnerstags und freitags: 16:00 bis 18 Uhr, außerdem dienstags und donnerstags 7:30 bis 13 Uhr. Mittwochs und freitags von 7:30 bis 9:30 Uhr, außerdem dienstags von 14:00 bis 15:30, mittwochs und freitags von 14:00 bis 16 Uhr. Und am Sonnabend von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr.

Alle anderen Trainingsgruppen können im November nicht gemeinsam trainieren. Das gilt auch für unseren Sportplatz: Auch dieser ist nun gesperrt, außer für das Training von Kindern und Jugendlichen.

In vier Schritten einen Trainingstermin buchen.

Für das Einzeltraining in Kraft- und Ergoraum ist eine Reservierung erforderlich. Dafür könnt Ihr unser Reservierungstool nutzen. Dazu benötigt Ihr einen Zugang, den könnt ihr per Mail beantragen. Nach dem Login klickt Ihr auf Start (1) und wählt dann im Kalender (2) den Tag, an dem ihr einen Platz reservieren wollt. Dann wählt ihr aus, ob Ergo- oder Kraftraum (3) gebucht werden soll, dann klickt ihr in den Zeitpunkt, den ihr reservieren wollt. Ihr könnt maximal einen Zeitraum von zwei Stunden buchen – und das eine Woche im Voraus.

Lasst uns alle zusammen unseren Teil dazu beitragen, dass wir diese Pandemie möglichst schnell und gesund überwinden.

Hinweis: Unklar ist derzeit noch, wie das Training für Kinder und Jugendliche überhaupt stattfinden kann. Denn: Die Landesregierung hat in Ihrer Verordnung einerseits das Kinder- und Jugendtraining vom Sportverbot ausdrücklich ausgenommen. Andererseits haben die Kommunen die Möglichkeit, weitere Einschränkungen festzulegen. Aufgrund des Inzidenzwertes in der Landeshauptstadt Schwerin hat der Oberbürgermeister angekündigt, dass der Kinder- und Jugendlichen-Trainingsbetrieb für zwei Wochen pausieren muss. Allerdings hat diese Ankündigung noch keinen Eingang die amtliche Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt gefunden. Die Lage ist also derzeit etwas unübersichtlich. Wir informieren darüber, sobald es eindeutige Angaben gibt, ob das Kinder- und Jugendtraining wie oben geplant stattfinden kann. Alle derzeitigen Angaben gehen davon aus, dass das Training für den Nachwuchs stattfindet.

Update: Corona-Regeln gelten weiter

Liebe Ruderinnen, liebe Ruderer. Seit November 2020 unterliegt der Freizeit- und Amateursport besonderen Regelungen, die helfen sollen, die Ausbreitung des Corona-Virus einzuschränken. Diese Regeln gelten auch im Dezember. Wichtige Bitte: Haltet Abstand, achtet auf Hygiene und: bitte beachtet die höchstens erlaubte Zahl an Personen in unseren Trainingsräumen!

Das bedeutet für die Schweriner RG vor allem: Training im Kraft- und Ergoraum ist derzeit nur allein oder zu zweit gestattet. Dafür ist es notwendig, über unsere Internetseite einen Termin zu reservieren. Ausfahrten sind nur in Einern und ungesteuerten Zweiern erlaubt. Da wir im Winterhalbjahr sind, gilt hierfür insbesondere die entsprechende Regelung aus unserer Ruderordnung: „Im Winterhalbjahr ist der Ruderbetrieb nur in Ufernähe der Seen erlaubt. Bei Frostgefahr ruht der Ruderbetrieb.“ Seid vorsichtig wie bisher und verzichtet im Zweifel auf eine Ausfahrt.

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UPDATE 26.11.2020:

A.) Die Zahl der Personen in unseren Trainingsräumen ist auf 2 gleichzeitig begrenzt. Es ist nicht im Sinne unseres Hygieneplans und auch grundsätzlich nicht rücksichtsvoll, in unserem Reservierungstool mehr als eine Person pro Reservierung anzugeben (oder mit mehr als einer Person zum reservierten Termin zu erscheinen). Eine Ausnahme gilt nur für Menschen aus demselben Hausstand.

B.) Ein Eintrag in der Reservierungsliste ist ebenso erforderlich wie Euer Eintrag in die Anwesenheitsliste. Beides ist zwingend notwendig. Bitte tragt Euch bei jedem Besuch in unseren Trainingsräumen in die Anwesenheitslisten ein – und wann ihr sie wieder verlassen habt.

C.) Beim Wechsel von Nutzern bzw. Nutzergruppen gibt es immer mal wieder größere Begegnungen, also viele Personen auf einem Haufen. Genau das soll ja gerade vermieden werden. Bitte haltet Abstand. Das gilt zum Beispiel auch für die Umkleiden. Der Vorstand wäre sonst gezwungen darüber nachzudenken, die Umkleiden wieder zu sperren.

Vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Mithilfe! Wir schaffen das zusammen! Bestimmt!

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ursprünglicher SRG-Trainingsplan. Derzeit sind nur Kinder- und Jugendtermine möglich – und haben Vorrang.

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UPDATE (4.11.2020): Leider haben sich einige Userinnen und User nicht an den Trainingszeiten der Kinder und Jugendlichen orientiert. Wir haben darum die Buchungsvoraussetzungen verschärft. Eure Einträge sind vorläufig. Sie müssen durch einen Admin genehmigt werden. Einträge, die in die festen Trainingszeiten des Nachwuchses fallen, werden wir ablehnen müssen. Diese Aufgabe übernimmt unser Sportwart Mario Jeske.

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UPDATE (16.11.2020): Kurzfristige Buchungen binnen weniger Minuten – sozusagen von einer Stunde auf die nächste – können wir leider nicht gewährleisten. Das hat Kapazitätsgründe (Mario muss den jeweiligen Termin ja auch noch freigeben). Trainingstermine könnt Ihr ab sofort mit einer Frist von mindestens 12 Stunden im Voraus buchen. Also plant Euer Training bitte am besten einen Tag vorher. Danke für Eure Unterstützung! Bleibt gesund!

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Wichtig für alle Kraftraum-Nutzer und Ergo-Nutzer: Der Trainingsbetrieb der Kinder und Jugendlichen hat Vorrang, in dieser Zeit können alle anderen Kraft- und Ergoraum nicht nutzen!

Die Zeiten, in denen Kraft- und Ergoraum also den Kindern und Jugendlichen vorbehalten sind, sind im Trainingsplan für das Winterhalbjahr angegeben. Montags, mittwochs, donnerstags und freitags: 16:00 bis 18 Uhr, außerdem dienstags und donnerstags 7:30 bis 13 Uhr. Mittwochs und freitags von 7:30 bis 9:30 Uhr, außerdem dienstags von 14:00 bis 15:30, mittwochs und freitags von 14:00 bis 16 Uhr. Und am Sonnabend von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr.

Alle anderen Trainingsgruppen können im November nicht gemeinsam trainieren. Das gilt auch für unseren Sportplatz: Auch dieser ist nun gesperrt, außer für das Training von Kindern und Jugendlichen.

In vier Schritten einen Trainingstermin buchen.

Für das Einzeltraining in Kraft- und Ergoraum ist eine Reservierung erforderlich. Dafür könnt Ihr unser Reservierungstool nutzen. Dazu benötigt Ihr einen Zugang, den könnt ihr per Mail beantragen. Nach dem Login klickt Ihr auf Start (1) und wählt dann im Kalender (2) den Tag, an dem ihr einen Platz reservieren wollt. Dann wählt ihr aus, ob Ergo- oder Kraftraum (3) gebucht werden soll, dann klickt ihr in den Zeitpunkt, den ihr reservieren wollt. Ihr könnt maximal einen Zeitraum von zwei Stunden buchen – und das eine Woche im Voraus.

Lasst uns alle zusammen unseren Teil dazu beitragen, dass wir diese Pandemie möglichst schnell und gesund überwinden.

Hinweis: Unklar ist derzeit noch, wie das Training für Kinder und Jugendliche überhaupt stattfinden kann. Denn: Die Landesregierung hat in Ihrer Verordnung einerseits das Kinder- und Jugendtraining vom Sportverbot ausdrücklich ausgenommen. Andererseits haben die Kommunen die Möglichkeit, weitere Einschränkungen festzulegen. Aufgrund des Inzidenzwertes in der Landeshauptstadt Schwerin hat der Oberbürgermeister angekündigt, dass der Kinder- und Jugendlichen-Trainingsbetrieb für zwei Wochen pausieren muss. Allerdings hat diese Ankündigung noch keinen Eingang die amtliche Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt gefunden. Die Lage ist also derzeit etwas unübersichtlich. Wir informieren darüber, sobald es eindeutige Angaben gibt, ob das Kinder- und Jugendtraining wie oben geplant stattfinden kann. Alle derzeitigen Angaben gehen davon aus, dass das Training für den Nachwuchs stattfindet.

80.154 Kilometer Wanderfahrt

Almut Gäbel hat den Äquatorpreis zum zweiten Mal errudert.
Almut Gäbel hat mit Wanderfahrten bereits zwei Erdumrundungen im Boot absolviert.

Eine Umfahrt sind laut Schweriner Entfernungstabelle 16 Kilometer. SRG-Ruderin Almut Gäbel hat diese Strecke umgerechnet 5009 Mal absolviert. Sie hat zum bereits zweiten Mal die Bedingungen des DRV-Äquatorpreises erfüllt: 40.077 Wanderfahrten-Kilometer. Die letzten zehn Kilometer erruderte Almut in der Novembersonne am Sonntag.

Noch ein paar Tage vor dem entscheidenden Sonntag war noch nicht klar, ob Almut noch in diesem Jahr die Bedingungen erfüllt. Für den Äquatorpreis gelten – wie für alles im Deutschen Ruderverband – ganz besondere Voraussetzungen. Ende Oktober fehlten Almut noch 114 Kilometer für ihren Triumph. Gartenarbeit und zwischendurch widrges Wetter ließen den Äquatorpreis zunächst in weite Ferne rücken.

Aber dann gab es viel Zuspruch von Freunden im Verein. Vier Rudertage mit je 30 Kilometern sollten rein rechnerisch reichen. Knut Mehl, Uli Beetz und Sabina Franke waren neben anderen für Zuspruch und für Hilfe beim Boot-Tragen zuständig – und so schrumpfte Kilometer um Kilometer: Am 4. November war Banzkow das Ziel, das Almut mit dem C-Einer Obotrit ansteuerte, und dabei alle Buchten ausfuhr um einerseits den Wind zu meiden und andererseits Kilometer zu machen. Die nächste Touren standen am 6. und 7. November an. Am Freitag war es zu windig für eine Fahrt über den See, die Alternative waren 16 Runden auf dem Burgsee – und eine nachmittägliche Tour zur Reppiner Burg.

Und dann kam der entscheidende Tag: Der 8. November 2020. Es fehlten noch 10 Kilometer. Sonniges, nahezu windstilles Wetter steht in Almuts Protokoll. Nahezu freie Wahl des Ziels. Almut fuhr über Zippendorf zur Fähre – und wieder zurück. Auf dem Steg wartete schon ein Empangskommitee. Sogar 5 Kilometer mehr als erforderlich standen schließlich zu Buche.

Zu dieser Leistung gratuliert die Schweriner RG besonders herzlich. Dieser Erfolg ist nur möglich, weil jederzeit Vereinsmitglieder bereit sind zu helfen, Boot tragen, pflegen, motivieren, anfeuern, mitfiebern, gemeinsam freuen. Wie einzigartig diese Leistung ist, wird auch beim Blick in die Statistik deutlich. Im vergangenen Jahr waren es gerade mal vier Rudersportlerinnen und -sportler aus ganz Deutschland, die die Bedingungen des Äquatorpreises zum zweiten Mal erfüllten.

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Corona-Regeln im November bei der SRG

Liebe Ruderinnen, liebe Ruderer. Die Schweriner Rudergesellschaft hat ihren Hygieneplan an die Vorgaben des Landes und der Stadt angepasst. Hier erfahrt Ihr, was jetzt neu ist (und was noch unklar ist). Im November 2020 unterliegt der Freizeit- und Amateursport besonderen Regelungen, die helfen sollen, die Ausbreitung des Corona-Virus einzuschränken. Das bedeutet für die Schweriner RG vor allem: Training im Kraft- und Ergoraum ist derzeit nur allein oder zu zweit gestattet. Dafür ist es notwendig, über unsere Internetseite einen Termin zu reservieren. Ausfahrten sind nur in Einern und ungesteuerten Zweiern erlaubt. Da wir im Winterhalbjahr sind, gilt hierfür insbesondere die entsprechende Regelung aus unserer Ruderordnung: „Im Winterhalbjahr ist der Ruderbetrieb nur in Ufernähe der Seen erlaubt. Bei Frostgefahr ruht der Ruderbetrieb.“ Seid vorsichtig wie bisher und verzichtet im Zweifel auf eine Ausfahrt.

ursprünglicher SRG-Trainingsplan. Derzeit sind nur Kinder- und Jugendtermine möglich – und haben Vorrang.

Wichtig für alle Kraftraum-Nutzer und Ergo-Nutzer: Der Trainingsbetrieb der Kinder und Jugendlichen hat Vorrang, in dieser Zeit können alle anderen Kraft- und Ergoraum nicht nutzen!

Die Zeiten, in denen Kraft- und Ergoraum also den Kindern und Jugendlichen vorbehalten sind, sind im Trainingsplan für das Winterhalbjahr angegeben. Montags, mittwochs, donnerstags und freitags: 16:00 bis 18 Uhr, außerdem dienstags und donnerstags 7:30 bis 13 Uhr. Mittwochs und freitags von 7:30 bis 9:30 Uhr, außerdem dienstags von 14:00 bis 15:30, mittwochs und freitags von 14:00 bis 16 Uhr. Und am Sonnabend von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr.

Alle anderen Trainingsgruppen können im November nicht gemeinsam trainieren. Das gilt auch für unseren Sportplatz: Auch dieser ist nun gesperrt, außer für das Training von Kindern und Jugendlichen.

In vier Schritten einen Trainingstermin buchen.

Für das Einzeltraining in Kraft- und Ergoraum ist eine Reservierung erforderlich. Dafür könnt Ihr unser Reservierungstool nutzen. Dazu benötigt Ihr einen Zugang, den könnt ihr per Mail beantragen. Nach dem Login klickt Ihr auf Start (1) und wählt dann im Kalender (2) den Tag, an dem ihr einen Platz reservieren wollt. Dann wählt ihr aus, ob Ergo- oder Kraftraum (3) gebucht werden soll, dann klickt ihr in den Zeitpunkt, den ihr reservieren wollt. Ihr könnt maximal einen Zeitraum von zwei Stunden buchen – und das eine Woche im Voraus.

Lasst uns alle zusammen unseren Teil dazu beitragen, dass wir diese Pandemie möglichst schnell und gesund überwinden.

Hinweis: Unklar ist derzeit noch, wie das Training für Kinder und Jugendliche überhaupt stattfinden kann. Denn: Die Landesregierung hat in Ihrer Verordnung einerseits das Kinder- und Jugendtraining vom Sportverbot ausdrücklich ausgenommen. Andererseits haben die Kommunen die Möglichkeit, weitere Einschränkungen festzulegen. Aufgrund des Inzidenzwertes in der Landeshauptstadt Schwerin hat der Oberbürgermeister angekündigt, dass der Kinder- und Jugendlichen-Trainingsbetrieb für zwei Wochen pausieren muss. Allerdings hat diese Ankündigung noch keinen Eingang die amtliche Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt gefunden. Die Lage ist also derzeit etwas unübersichtlich. Wir informieren darüber, sobald es eindeutige Angaben gibt, ob das Kinder- und Jugendtraining wie oben geplant stattfinden kann. Alle derzeitigen Angaben gehen davon aus, dass das Training für den Nachwuchs stattfindet.

Unsere FSJler bei der SRG

Unsere beiden FSJler
Julian und Bjarne, unsere FSJler

Bjarne: Hey ich bin Bjarne und habe selbst 7 Jahre lang Leistungssport im Bereich Rudern betrieben. Nun mache ich ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Schweriner Rudergesellschaft und trainiere den Nachwuchs der SRG. Das FSJ mache ich um ein paar Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln, sowie die SRG und unseren Trainer René Flaschmann zu unterstützen.

Julian: geboren 2002. Ich bin seit 2008 in der Schweriner RG. Ich trainiere Kinder im Alter von 8-13 und rudere auch selbst noch.
Meine Hobbys sind Rudern und Fußball.
Seit dem 01.09.2020 mache in der Schweriner Rudergesellschaft ein FSJ. Ich möchte als Trainer und als Sportler viele Erfahrungen sammeln. Neben dem Training möchte ich aber auch den Verein und unseren Trainer bzw. unsere Trainer unterstützen.

SRG-Kollektion: Donnerstags Anprobe

So sieht sie aus, die SRG-blaue Sport-Kollektion, die Anne Holtfreter auf den Weg gebracht hat. Westen, Shirts, Einteiler, schick, schick, schick. Donnerstags von 17 bis 18 Uhr: Das ist der Termin, an dem Ihr die SRG-Kleidung persönlich in Augeschein nehmen könnt. Dann ist Anne Holtfreter am Bootshaus und zeigt Euch Einteiler, Hosen, Shirts und mehr.

Der Albatros kennt keine Grenzen…

Auf hoher See.
Auf hoher See.

…und so reifte im letzten Winter in einigen Schweriner Rudererköpfen der Wunsch, einmal mit dem Albatros über die offene See zu fliegen. Aber nicht gemütlich als Passagier wie Nils Holgersson auf dem Gänserücken, nein, bei diesem Albatros sollten wir die Muskeln sein, welche die Flügel zum schlagen bringen. Dieser Albatros – das ist eins der ersten Coastal-Ruderboote des DRV, ein gesteuerter Vierer, stationiert in der Hansestadt Stralsund. Und das Ziel heißt: Hiddensee umrunden!

Nachdem die Corona-Beschränkungen einige Monate lang das Vorhaben mit einem großen Fragezeichen versehen hatten, wird es im Juli dann doch noch möglich. Und so treffen wir, das sind Kirstin, Andreas, Kay, Phillipp und Sirko, am 10.Juli in Stralsund ein und werfen die ersten neugierigen Blicke auf das Boot.

Irgendwie idyllisch.

Den Abend verbringen wir dann in der Rockeria, um uns kalorientechnisch mit Burger und Bier, sowie geistig mit Seekarten und Wetterprognosen auf das Kommende vorzubereiten. Bis auf einige kleine Schauer soll es von oben trocken bleiben, dafür ist zu erwarten, dass uns der Wind mit 35 km/h (Windstärke 5, in Böen bis 6) von der Seite recht nass machen wird.

Morgens dann gut gefrühstückt, das Boot zu Wasser gelassen, Proviant, Ausrüstung und Seesäcke mit Wechselklamotten sturmtauglich vertäut, ist das Boot um 9:30 klar zum Auslaufen. Zum Aufwärmen dann noch ein kurzer Sprint – in Richtung der Toiletten im Bootshaus – und um 9:40 gleiten die Blätter sanft vom Steg.

Steuerfrau Kirstin geht auf Nordkurs, und wir sehen achteraus die Kulisse der Stadt. Das Festland an backbord schützt uns (noch) vor größeren Wellen. Zugegeben, in unseren Booten auf dem Schweriner See würde diese Querwelle schon den Status „ziemlich nervig“ erreichen, aber der Albatros liegt so stabil, dass man außer leisem Plätschern nichts davon merkt. Das soll sich ändern, als wir den Parower Haken hinter uns lassen, und in der Prohner Wiek Kurs auf Barhöft nehmen. Hier bläst es ganz ordentlich, und auch die vorhergesagten Regenschauer beweisen uns jetzt die Richtigkeit der Wetterprognose. Die Untiefen neben dem Fahrwasser lassen die vorher in tieferem Wasser entstandenen Wellen sich ordentlich auftürmen, und erstmals kommt Coastal-Feeling auf.

Je näher wir Barhöft kommen, um so ruhiger wird es wieder, und auch der letzte Regenschauer des Tages ist vorbeigezogen. An Steuerbord passieren wir das Fahrwasser Richtung Gellen, aber wir halten noch eine kurze Strecke Kurs nach NW Richtung Prerower Fahrwasser, um dann zu wenden und so den optimalen Anlegewinkel zum Barhöfter Strand zu haben. Wir brauchen noch eine Pause, etwa 1,5 Stunden sind wir nun unterwegs. Und wir wissen: ab hier wird es lange keine Gelegenheit zum Anlegen mehr geben.

Bei den ersten Sonnenstrahlen des Tages genießen wir unser 2.Frühstück am Strand. So wird das Wetter nun bleiben, durchwachsen aber trocken, und angenehme Temperatur. Von einer weiteren Wetterkomponente, dem Wind, merken wir hier hinter den Bäumen gerade nichts. Wir beantworten noch die Fragen einiger Touristen, welche uns dann beim Ablegen beobachten und noch eine Weile hinterher schauen, während wir wieder nordostwärts die Insel Bock entlangrudern.

Wechsel auf dem Steuerplatz, Andreas übernimmt die verantwortungsvolle Aufgabe, uns über die offene See zu steuern, Kirstin geht auf Schlag. Kurze, aber noch nicht sonderlich hohe Wellen begleiten uns im Windschatten der Insel Bock, an steuerbord ist es so flach, dass die zahlreichen Wasservögel nicht schwimmen, sondern stehen. Dann ändert das Fahrwasser die Richtung auf NNW, und wir kämpfen uns gegen eine starke Strömung zwischen Bock und Gellen auf die Ostsee hinaus. Die kurzen Boddenwellen werden durch die lange Dünung der Ostsee abgelöst, und an den Untiefen nördlich des Bock ist eine beeindruckende Brandung zu sehen. Die Wellen sind jetzt etwa einen Meter hoch, aber das Boot weiß sie mit unglaublicher Sicherheit zu nehmen. Wir fahren die Wellenberge einfach hoch, und gleiten wieder hinab. Der Albatros liegt stabil wie ein Brett auf dem Wasser. Einmal kurz umschauen: Die lange Küste von Hiddensee reicht bis zum Horizont. Und dort, ganz am Ende, ein verschwommenes etwas, ein Berg, der Dornbusch. Dort wollen wir hin – und rum…

Uns kommt ein Segler entgegen. Der Skipper schaut kopfschüttelnd von weit oben hinab in unser kleines Boot, und wedelt in eindeutiger Geste mit der Hand vor dem Gesicht herum. Aber dann folgt der erhobene Daumen. Derartige Botschaften werden uns noch häufiger begegnen, die Mischung aus Anerkennung und „Ihr seid ja wohl verrückt!“. Auch wir werden uns heute noch für verrückt halten, aber zurzeit genießen wir die Fahrt. Die Wellen werden höher, je weiter wir uns nordwärts vorarbeiten. Genau dafür ist das Boot gebaut, der Ruderspaß ist groß während wir die Kraft der Natur spüren.

Die karge Landschaft des Gellen ist einem Wald gewichen, und am Strand sind nun auch Menschen erkennbar. Wir haben also das Naturschutzgebiet im Süden der Insel hinter uns gelassen, und nun passieren wir den Leuchtturm auf dem Gellen. Weiter hinten sind schon die ersten Häuser von Neuendorf erkennbar. Plötzlich ein dumpfer Knall, gefolgt von einem langen Zischen. Alle blicken sich erschrocken um. Sind wir auf etwas im Wasser Treibendes gestoßen, oder hat der Wellenschlag doch das Boot beschädigt? Entwarnung: Nur die im Bug verstaute Reserve-Rettungsweste hat durch überkommendes Wasser ausgelöst, und ist nun dabei sich aufzublasen.

In Höhe von Vitte haben die Wellen Höhen von über 1,5m erreicht. Im Wellental schauen wir nach oben auf die Schaumkämme über uns, oben auf dem Wellenberg bekommen wir die Blätter nicht mehr ins Wasser. Die hohe Anzahl von Luftschlägen vermindert unsere Geschwindigkeit deutlich, und auch wenn der Bug ins Wasser klatscht, wird das Boot gebremst. Wir sind jetzt recht langsam unterwegs, aber bald kommt mit Kloster der nördlichste Ort der Insel in Sicht. Auch das vorher verschwommen wahrgenommene Etwas am Horizont ist jetzt deutlich als bewaldeter Berg erkennbar, und die Mauer am Strand vor der Steilküste des Dornbusches sieht man schon deutlich.

Hiddensee

Das Boot surft über die Wellen, es macht Spaß. Aber dann eine kleine Havarie: eine Rollschiene hat sich verschoben. An Reparatur ist bei dem Seegang nicht zu denken, und so muss Kay sich mit halber Rollbahn weiterquälen. Aber es geht vorwärts nach Norden, und plötzlich kann man am Dornbusch um die Ecke schauen.

Kurz darauf ist es Zeit für den Steuermann, den Kurs auf NO zu ändern, und damit beginnt das schönste Stück des Tages. Der Wind kommt nun schräg von achtern und schiebt uns vor sich her. Seit der letzten Pause sind wir ununterbrochen 3 Stunden unterwegs, und bringen kaum noch Druck auf die Blätter. Trotzdem sind wir nun verdammt schnell geworden, und erreichen mit fast 20 km/h die Spitzengeschwindigkeit des Tages. Noch schneller bewegen sich die Wellen unter uns hindurch, und wenn uns eine Welle überholt, so kommt es uns teilweise vor als würden wir achteraus die Welle hochfahren.

Oha.

Von hoch oben auf der Steilküste grüßt uns der Leuchtturm Dornbusch, und unten am Strand erinnert ein gestrandetes Segelboot daran, dass auch die Ostsee für Freizeitseeleute recht tückisch sein kann. Noch eine Weile genießen wir den Flug des Albatros über die Ostseewellen, dann wird die Steilküste wieder flacher und es wird Zeit, den Kurs nach Südost zu ändern, in Richtung der Fahrrinne zwischen den Inseln.

Mit abnehmender Wellenhöhe beginnt der Adrenalinrausch einer allgemeinen Erschöpftheit zu weichen, und immer mühsamer kämpfen wir uns südwärts zum ersten Tonnenpaar der Fahrrinne. Kay versucht erfolglos seine Rollschiene zu richten, auch Philipp hat irgendetwas zu reparieren, und Kirstin und Sirko rühren lustlos mit den Blättern im Wasser herum. Erst auf Nachfrage des Steuermanns „Möchte eigentlich irgendwer von euch mal wieder rudern?“ kommt wieder etwas Bewegung ins Boot.

Wird auch Zeit, denn der Wind treibt uns immer schneller seitwärts aus dem Fahrwasser, auf die Flachwasserzone vor dem Bug zu. Zeitweise muss Andreas im Winkel von bis zu 45° zum Fahrwasser steuern, damit wir nicht seitlich weggetrieben werden. Die Mathematikbegeisterten unter uns wissen: Mit diesem Winkel müssen von der Strecke, welche wir über Grund in die gewünschte Richtung zurücklegen wollen, etwa die 1,4-fache Strecke durchs Wasser rudern. Hiddensee bietet keinen Windschatten, von der Insel sind wir zu weit entfernt. Aber dichter unter Land zu kommen geht auch nicht, denn die vorgelagerten Sandbänke versperren den Weg.

Ahoi!

Kurz vor dem Stolper Haken geht es um 90° nach Steuerbord, auf Westkurs auf Hiddensee zu. Aber direkt an Land können wir noch nicht, ab Tonne 18 geht es wieder nach Süden. Schmerzende Arme, schmerzender Rücken, schmerzender Hintern,… und noch immer machen die Sandbänke kein Abkürzen möglich. An der Fährinsel müssen wir noch vorbei, dann können wir ab Tonne 23 endlich schräg auf den Hafen Neuendorf zufahren. Ausschau nach einem Strand, ohne Kraft ins flache Wasser, und raus aus dem Boot. Nach über 5 Stunden endlich Pause!

Kurze Zeit später – das Boot liegt sicher an 3 Ankern, Kays Rollschiene ist repariert und das Blut von den Griffen der Skulls abgewischt – liegen wir im Gras und vernichten die letzten Vorräte. Von dem Gedanken zur Westseite der Insel zu wandern nehmen wir Abstand, denn das wären ja mindestens 500m Fußmarsch. Keine Chance! Außerdem müsste man dazu ja aufstehen…

Wir geben uns eine gute Stunde bis 19:00, denn der Rest müsste in 2 Stunden zu schaffen sein. Es geht los mit neuer Kraft. Sirko, jetzt am Steuer, fährt so nah es die Wassertiefe zulässt unter Land. Trotzdem nerven kurzen Bodden-Querwellen. Kurz hinter dem Leuchtturm Gellen wird es Zeit, in Richtung Fahrwasser zu schwenken, um nicht auf der Untiefe Geller Haken zu landen. Navigation ohne Kompass, nach Landmarken. Und bei Tonne 43 wollen (müssen) wir wieder im Fahrwasser sein. Kleine grüne und rote Punkte in der Ferne zeigen uns das Fahrwasser. Welcher Punkt ist die 43?

Prost.

Wir treffen bei Tonne 41 auf das Fahrwasser, um kurz darauf traditionsgemäß an der 43 ein Bier zu öffnen. Aussteigen im knietiefen Wasser, direkt neben der Fahrrinne. Letzter Wechsel auf dem Steuermannsplatz, Kirstin wird uns wieder sicher an den Steg bringen, vor Sonnenuntergang wie wir jetzt noch glauben.

Aber während wir einigen größeren Schiffen der Fahrgastschifffahrt, und auch freundlich winkenden Wasserschutzpolizisten ausweichen, nähert sich die Sonne den Bäumen der Insel Bock. Ein Blick auf Uhr und Karte: es wird wohl doch später als geplant. Erstens sind es von Neuendorf nicht 20, sondern 25 km. Sowas passiert, wenn man beim Abmessen der Entfernungen auf der Karte vergisst, einen der Abschnitte von Seemeilen in Kilometer umzurechnen. Um zweitens war der Gedanke, wir fahren mit der gleichen Geschwindigkeit wie beim Training in Schwerin, wohl deutlich zu optimistisch.

Die Strecke durch den Kubitzer Bodden wird endlos. Stralsund ist schon lange vor uns zu sehen, aber so oft wir uns auch umdrehen, die Kulisse der Stadt wird nicht größer. Dafür verschwindet achteraus Hiddensee hinterm Horizont. Vom Flachland sind nur noch die höheren Baumgruppen zu sehen, und dann natürlich der Dornbusch, jetzt wieder als der graue, verschwommene Berg am Horizont. Und jetzt in der Dämmerung blinkt uns von dort der Leuchtturm zu. Dort hinten waren wir!!!

Sonnenuntergang.

Aber noch etwas verschwindet: Die Sonne hinter den Bäumen des Bock. Ein schöner Anblick, den wir aber nur noch schwer genießen können.

Wir passieren ein ankerndes Zollboot, und dann endlich den Parower Haken. Wir sind wieder im Strelasund, die Wellen sind verschwunden und plötzlich läuft das Boot wieder traumhaft. Die Stadtkulisse ist nun doch deutlich nähergekommen und mit neuer Motivation absolvieren wir die letzten Kilometer.

Nur unsere Steuerfrau hat Stress, denn der unbeleuchtete Steg ist in der Dämmerung nahezu unsichtbar. Aber die Lichter der Uferpromenade sind gut erkennbar, und so steuert Kirstin uns nach Gedächtnis ungefähr dorthin, wo wir morgens vermutlich losgefahren sind. Erst wenige Meter vor dem Steg zeigt sich: Ihr Gedächtnis war gut!

Angekommen.

Eine letzte Steuerbordkurve, und wir gleiten nach insgesamt 74,99 km sanft an den Steg. Die Aussteigetechnik ist individuell verschieden, kriechen, krabbeln oder sich auf den Steg rollen. Und auch die letzte körperliche Herausforderung, das schwere Boot aus dem Wasser zu bekommen, wird noch gemeistert. Den Gedanken eines Restaurantbesuchs hatten wir schon zum Sonnenuntergang aufgegeben, und der neue Plan, Pizza zu bestellen, ist wirklich der bessere. Es wird kein langer Abend mehr, nach dem Feierabendbier/-wein fallen alle schnell in den Tiefschlaf. Toll, dass wir die Gästezimmer nutzen dürfen, vor kurzem hatte uns noch das Schicksal eines nassen Zeltes gedroht!

Früh morgens (=irgendwann am Vormittag

Das Albatros-Team.