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Schlagwort: Schweriner Rudergesellschaft

Mittsommer 2021: Ohne Mücken

Ruderpause auf Kaninchenwerder im Mittsommerlicht
Nicht auf dem Bild: Mücken.

Traditionell bereiten sich die Mücken auf Kaninchenwerder akribisch auf den Mittsommerbesuch der Schweriner RG vor. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre haben manche Ruderinnen und Ruderer sogar den Eindruck, dass sich die Insekten auf dem kleinen Eiland kurz vorm „längsten“ Tag des Jahres winzige Lätzchen und Servietten nähen, die sie sich dann traditionell zum Mittsommerrudern der SRG umbinden, um dann – derart präpariert – gierig schmatzend über die unerschütterlichen Wassersportler herzufallen, sobald der erste von ihnen seinen Fuß auf die Liegewiese am Hafen gesetzt hat. In diesem Jahr allerdings gingen die Mücken leer aus – nur die Ruderinnen und Ruderer kamen auf ihre Kosten. Für Mücken wars am vergangenen Wochenende einfach zu windig; für Ruderboote hingegen gings noch. 17 Ruderinnen und Ruderer starteten in drei C-Vierern und einem Renneiner nach Kaninchenwerder, verputzten dort ein reichhaltiges Picknick, wanderten zum verschlossenen Aussichtsturm, genossen einfach den Sommerabend und ruderten ohne eine nennenswerte Anzahl von Mückenstichen davongetragen zu haben dem spätestmöglichen Sonnenuntergang entgegen zurück zum Bootshaus.

Mit Abstand die Besten

Dräger und Volk im Leichten Doppelzweier. Foto: DRV/Seyb
Mit Vorsprung ins Ziel: Dräger und Volk. Foto: DRV/Seyb

Auf den nötigen Abstand kommt es in diesen Zeiten nahezu überall an. Wie ernst das Marie-Louise Dräger von der Schweriner Rudergesellschaft nimmt, hat sie zusammen mit ihrer Zweierpartnerin Kathrin Volk (Ulmer RC) unter Beweis gestellt: Mit fast zwei Bootslängen Abstand bzw. Vorsprung sicherten sich die beiden Ende März die Teilnahme an den Qualifikationsrennen für Olmypia in Tokio. Die beiden dominierten damit das Feld der leichten Frauen-Doppel-Zweier.

Ronja Fini Sturm und Luise Asmussen (RC Havel Brandenburg/Vegesacker RV), Johanna und Marion Reichard von der SC DHfK Leipzig sowie Katrin Thoma und Leonie Pless von der Frankfurter Germania mussten sich dem Schwerin-Ulmer Team geschlagen geben.

Der siegreiche Zweier (Best of three) ist damit für die Europameisterschaften vom 9.-11.4. in Varese nominiert und darf vom 14.-18.5. die letzte Chance für ein Ticket nach Tokio bei der Qualifikationsregatta in Luzern nutzen. „Ich hoffe, ich werde die Schweriner Farben würdevoll vertreten“, schreibt Marie-Louise. Davon sind wir alle überzeugt!

Eine ausführliche Zusammenfassung der internen Ausscheidungsrennen findet Ihr auf rudern.de.

Startszene bei einem Rennen der leichten Frauen-Doppelzweier. Foto: DRV/Seyb
Schon am Start gut dabei: Marie-Louise Dräger und Kathrin Volk. Foto: DRV/Seyb