Skip to content

Landesruderverband MV Posts

Der RRC in der Presse – neues aus der NNN – Fünf Rostocker stehen im Kader für die Junioren-Europameisterschaften – doch Deutschland nimmt in Belgrad nicht teil

Ein toller Artikel von Peter Richter

Fünf Rostocker sind für die Junioren-Europameisterschaften (JEM) am 26./ 27. September in der serbischen Hauptstadt Belgrad nominiert worden – doch die nicht unerwartete Absage des Deutschen Ruderverbandes folgte auf dem Fuße.

„Wir sind alle sehr enttäuscht, dass wir auf der Zielgeraden ausgebremst wurden. Aber die Gesundheit der Athletinnen und Athleten sowie Betreuer hat höchste Priorität, da gehen wir kein Risiko ein. Zudem können wir als Nationalmannschaft nicht entgegen einer öffentlichen Bekanntmachung in ein Land einreisen, für das es laut Bundesregierung wegen der steigenden Corona-Fallzahlen eine Reisewarnung gibt“, so DRV-Sportdirektor Mario Woldt.

„Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um bestens vorbereitet zur EM zu fahren. Die Sportlerinnen und Sportler wissen aber auch, dass wir hinsichtlich der Entscheidung einer höheren Macht ausgesetzt sind und eine Teilnahme unter diesen Umständen nicht verantworten können“, sagt Junioren-Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Damit gibt es für den deutschen Nachwuchs in diesem Jahr kein einziges internationales Rennen…

Bei der Kleinboot-Überprüfung am Wochenende in Hamburg setzte sich Aurelia-Maxima Katharina Janzen vom Rostocker Ruder-Club im A-Einer durch.

Die weiteren in der Hansestadt ansässigen JEM-Nominierten sind Daria Arndt (ORC), Clemens Jeschke (Schweriner RG von 1874/75), Oliver Holtz und Mathilda Kitzmann (beide RRC).

Für Letztere ist die Entwicklung doppelt bedauerlich. Die Junioren-Vize-Weltmeisterin im Achter und Europameisterin im „Vierer mit“ (jeweils 2019) sollte eigentlich in 14 Tagen ihr Studium an der Stanford University in Kalifornien aufnehmen. Aber da das erste Semester Pandemie-bedingt auf digitalem Weg stattfindet, wird sie zur „Fernstudentin“, ist zur Zeit der JEM unverhofft zu Hause und hätte somit doch teilnehmen können…

Mathilda Kitzmann: „Nominierung bedeutet uns schon was“

„Ich bleibe auf jeden Fall bis Anfang Januar 2021 in Deutschland und hoffe, dass ich dann rüber kann“, informiert die 18-Jährige. „Dass die JEM ausfällt, ist schade, es war aber in den vergangenen Wochen schon erkennbar, dass die Entscheidung so getroffen wird. Jetzt war es erst einmal schön, überhaupt wieder Rennen fahren zu können, und die Nominierung in die Junioren-Nationalmannschaft ist ja immerhin theoretisch erfolgt, das bedeutet uns schon was. Ein bisschen hoffen wir auch noch, dass wir dieses Jahr eventuell doch noch irgendeinen Wettkampf haben werden, auch wenn bis jetzt nichts in Aussicht steht“, so Mathilda Kitzmann, die in Hamburg im „Zweier ohne“ auf Platz drei landete.

– Quelle: https://www.nnn.de/29455762 ©2020

Sommerfest 2020 Abteilung Rudern

Eine schon lange Tradition in unserer Abteilung wurde auch in diesem Jahr, trotz aller Einschränkungen durch Corona, wieder durchgeführt. Auch die hohen Temperaturen konnten uns nicht daran hindern, eine Ausfahrt nach Havelberge zu machen.

Insgesamt waren 11 Aktive bei dieser Ausfahrt dabei. Nach einer kurzen Rast im Restaurant Havelberge und einer kurzen Erfrischung ging es gegen Nachmittag wieder zurück nach Neustrelitz.

Anlandung in Havelberge, zur Abkühlung erstmal in der Woblitz baden.

Dort wurde alles für die Party mit den Ehepartnern vorbereitet. Es gab wieder Schwein vom Spieß und jeder Ruderkamerad hat noch leckeren Salat oder andere Köstlichkeiten mitgebracht. Bei Livemusik von Dietmar und Peter und gutem Essen wurden dann wieder alte Anekdoten und Geschichten zum bestem gegeben und die Stimmung war hervorragend. Gegen Abend wurde die Temperatur wieder angenehm und wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

Vielen Dank an alle Beteiligten und Organisatoren.
Hoffentlich wieder im kommenden Jahr bei bester Gesundheit zum Sommerfest 2021.

Sven Thorsten Hartmann
Ruderwart

Hygieneplan überarbeitet

Der Hygieneplan ist die Grundlage für einen sicheren Ruderbetrieb bei der Schweriner RG! Wir haben den Plan gestrafft, konkretisiert und übersichtlich gestaltet. Bitte, bitte, bitte beachtet weiterhin die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln. Besonders wichtig: Tragt Euch in die ausliegenden Listen ein, wenn Ihr die Trainingsräume nutzt. Der Eintrag jeder Fahrt in Fahrtenbuch ist ohnehin Pflicht.

Die Schweriner RG kann ihren Ruderbetrieb ausweiten. Der Vorstand hat auf Grundlage von Landesverordnungen und den Empfehlungen der Sportfachverbände weitere Boote für das Training freigegeben. Auch das Training in Kraft- und Ergoraum ist unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Das Reservierungstool ist derzeit nicht mehr notwendig. Auch der Achter ist wieder nutzbar.


– einer elektronischen Vorreservierung bedarf es nicht mehr,
– die Abstandsregelungen müssen stets eingehalten werden,
– Ergo- und Kraftraum sind mit Personenbegrenzung nutzbar,
– die Sportgeräte dürfen nur mit Handtuch-Unterlage genutzt werden und müssen nach jeder Nutzung abgewischt werden,
– die Nutzung des Sportplatzes ist ebenfalls unter Einhaltung der Abstandsregelungen möglich

Die Schweriner RG kann ihren Ruderbetrieb ausweiten. Der Vorstand hat auf Grundlage von Landesverordnungen und den Empfehlungen der Sportfachverbände weitere Boote für das Training freigegeben. Auch das Training in Kraft- und Ergoraum ist unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Der Achter ist wieder nutzbar.

– der Trainingsbetrieb kann langsam wieder aufgenommen werden,
– einer elektronischen Vorreservierung bedarf es nicht mehr,
– die Abstandsregelungen müssen stets eingehalten werden,
– Ergo- und Kraftraum sind mit Personenbegrenzung nutzbar,
– die Sportgeräte dürfen nur mit Handtuch-Unterlage genutzt werden und müssen nach jeder Nutzung abgewischt werden,
– die Spinde können genutzt werden, die Umkleideräume mit entsprechenden Abständen,
– Duschen können benutzt werden, wenn sich dort maximal 3 Personen aufhalten
– die Nutzung des Sportplatzes ist ebenfalls unter Einhaltung der Abstandsregelungen möglich

Allen Sportlerinnen und Sportlern muss klar sein: Die Pandemie ist noch längst nicht überwunden, die Ansteckungsefahr ist weiterhin hoch. Wie gut wir alle hindurchkommen hängt maßgeblich davon ab, wie vorsichtig und vorbildlich wir uns an Hygieneregelungen und Abstandgebote halten. Bliebt gesund.

Ziel des SRG-Planes ist, zumindest ein grundlegendes Training zu ermöglichen und die Anzahl der Personen im Bootshaus dennoch jeweils gering zu halten. Darum haben wir in Absprache mit dem Trainer und den Senioren Zeiten festgelegt, an denen Kinder und Junioren in kleinen Einzelgruppen trainieren können.

Die Kinder- und Juniorentrainingszeiten sind grundsätzlich montags bis freitags nachmittags von 16 bis 18 Uhr. Dienstags ist das Training des Sportgymnasiums von 7:30 bis 13 Uhr und donnerstags von 7:30 bis 9 Uhr. Die Montessorischule trainisert mittwochs von 14 bis 16 Uhr, die Waldorf-Schule freitags von 14 bis 16 Uhr. In unserem Terminklender sind diese Zeiten gelb markiert. Die für Senioren reservierten Trainingszeiten sind montags, mittwochs und freitags vormittags. Diese Zeitfenster sind grün dargestellt. In allen anderen Zeiten ist – unter Einhaltung des Hygieneplans, der Ruder- und Bootsordnung – Rudern möglich.

### KALENDER ###
Kalender – alle anzeigen Desktopversion (ID: 61)

Dieser Terminplan gilt bis auf Weiteres (und hoffentlich bis zum Ende der Saison).

Hygieneplan der Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 e.V.

Stand: 20. August 2020

1. Allgemeine Regelungen

  • Kein Betreten der Sportanlagen für Sportler, Personal, Trainer, Übungsleiter und ggf. Begleitpersonen, die aktuell unter mit COVID-19 vereinbarenden Symptomen leiden.
  • Abstand halten.
  • Körperkontakte und Berührungen vermeiden.
  • Regelmäßiges Händewaschen und -desinfektion.
  • Die Mitglieder haben die Verantwortung, dass die bei der SRG Mitgliederverwaltung gespeicherten Kontaktdaten (einschließlich Telefonnummer) auf dem aktuellen Stand sind. Daher müssen diese nicht bei jedem Training komplett erfasst werden Mit dem Eintrag in die Listen und dem Fahrtenbuch wird dem Vorstand die Zustimmung erteilt, auf Verlangen der Gesundheitsbehörde Kontaktdaten weitergeben zu dürfen.
  • Die Anwesenheitsliste wird wöchentlich durch den Vorstand oder eine per Vorstandsbeschluss ermächtigte Person eingesammelt und so aufbewahrt, dass sie anderen Personen nicht zugänglich ist. Der Vorstand hat die Anwesenheitsliste für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren und auf Verlangen dem Gesundheitsamt vollständig vorzulegen. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist die Anwesenheitsliste zu vernichten.
  • Die Trainer führen regelmäßige Belehrungen über die Verhaltensregelungen durch.

2. Outdoor-Trainingsbetrieb

  • Die Nutzung des Fahrtenbuchs ist zwingend vorgegeben.
  • Individuelle Ausfahrten aller Mitglieder haben sich am Trainingsplan so auszurichten, dass keine Überschneidung mit dem Beginn oder Ende einer festen Trainingszeit erfolgt.
  • Insbesondere während der Trainingszeiten im Kinder- und Jugendsport haben An- und Ablegemanöver sowie das Boote zu Wasser lassen oder heraustragen durch die Kinder und Jugendlichen absoluten Vorrang. Solange diese Manöver im Gange sind, ist der Steg für alle anderen Mitglieder gesperrt.
  • Der Trainingsplan für Kinder und Jugendliche ist durch die Trainer so zu gestalten, dass die Trainingsgruppen konstant zusammengesetzt sind und Überschneidungen unterschiedlicher Gruppen vermieden werden.
  • Die Führung von Anwesenheitslisten erfolgt durch elektronische Erfassung im Fahrtenbuch oder schriftlich anhand von Listen (soweit keine Ausfahrten erfolgen).

3. Nutzung des Kraft- und Ergoraums

  • Offizielle Trainingszeiten haben Vorrang vor der individuellen Nutzung der Sporträume. Über Ausnahmen entscheiden die Verantwortlichen der jeweiligen offiziellen Trainingszeiten (Aushang siehe Plan).
  • Für alle Trainer, Übungsleiter und Aufsichtsführenden besteht die Pflicht, in den Trainingsräumen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.
  • Im Ergoraum dürfen nicht mehr als 6, im Kraftraum nicht mehr als 8 Personen gleichzeitig trainieren.
  • Spätestens beim Verlassen der Sporträume ist die Anwesenheit in den ausgelegten Listen zu erfassen. Es sind Name, Vorname und die Zeiten der Anwesenheit auf dem SRG-Gelände zu dokumentieren.
  • Geräte und Matten, wo die Übungsausführung ohne Beeinträchtigung der Sicherheit möglich ist, sind nur durch Unterlage eines privaten Handtuchs zu benutzen.
  • Nach jedem Benutzungswechsel der Sportgeräte durch unterschiedliche Personen ist eine Desinfektion der Kontaktflächen vorzunehmen. Bei alleiniger Nutzung eines Sportgerätes ist immer nach Beendigung des Trainings eine Desinfektion vorzunehmen.
  • Die Sporträume sind regelmäßig, spätestens jedoch nach Beendigung eines Trainings, durch weites Öffnen der Fenstertüren zu lüften. Nach Möglichkeit sollte auch während des Trainings gelüftet werden.

4. Umkleide- und Sanitärräume

  • Die Abstandsregelungen sind zu beachten. Die Duschräume dürfen nicht von mehr als 3 Personen gleichzeitig betreten werden.
  • Der Aufenthalt in den Umkleideräumen ist ausschließlich für die Dauer des Umkleidens gestattet und sollte so kurz wie möglich gehalten werden.
  • Die Umkleide- und Sanitärräume sind regelmäßig Stoß zu lüften. Die Fenster sind jedoch spätestens beim Verlassen der Räume zu schließen.

5. Sportplatz

  • Bei der Nutzung des Sportplatzes ist eine Anwesenheitsliste durch einen dem Vorstand benannten Ansprechpartner zu führen. Die Anwesenheitsliste ist spätestens am Folgetag dem Vorstand zuzuleiten, soweit nicht vertragliche Regelungen etwas anderes vorsehen.

6. Vereinsgelände

  • Nicht-Mitglieder dürfen das Vereinsgelände nicht betreten. Davon ausgenommen sind Mieter der Gästezimmer sowie Angehörige von Mitgliedern, wenn sie ein Mitglied zum Training bringen oder nach dem Training abholen.
  • Solange Teilnehmer des Kinder- und Jugendtrainings an- oder ablegen, Boote ins oder aus dem Wasser tragen oder Bootspflege betreiben, dürfen die o.g. Nicht-Mitglieder den Steg und die Bootshalle nicht betreten. Auf dem Sattelplatz dürfen sie sich nur mit Zustimmung des Trainers in vom Trainer festgelegten Bereichen aufhalten.
  • Angehörige, welche ein Mitglied zum Training gebracht haben oder abholen wollen, dürfen kurzzeitig vom Vereinsgelände aus beim Wassertraining zuschauen, sofern die Einhaltung des Abstandes von 1,5m zu anderen Personen auf dem Vereinsgelände gewährleistet werden kann. Das Zuschauen darf nicht vom Steg aus erfolgen, vom Sattelplatz aus nur mit Zustimmung des Trainers.
  • Nicht-Mitglieder sind als Zuschauer im Kraft- und Ergoraum nicht zugelassen.
  • Für Mieter der Gästezimmer werden gesonderte Hinweise herausgegeben.

7. Reinigung und Hygiene

  • Die Griffe der Skulls sind nach jedem Training durch den Sportler selbst feucht zu reinigen.
  • Gleiches gilt für die Rollsitze sowie die unmittelbare Umgebung des Rollsitzes im Innenbereich des Bootes.
  • Tastatur und Maus des Fahrtenbuch-PC sind nach Bedienung mit einem Feuchttuch abzuwischen.
  • Folgende Areale werden besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen nach Möglichkeit täglich gereinigt:
    • Türklinken und Griffe (auch an Rolltoren der Bootshalle) sowie der Umgriff der Türen
    • Treppen- & Handläufe
    • Lichtschalter
  • In allen Waschräumen werden ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt.
  • Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher werden regelmäßig geleert.
  • Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden der Sanitärbereiche werden regelmäßig gereinigt.

Der Vorstand

Neuheiten in der SRG-Kollektion

So sieht sie aus, die SRG-blaue Sport-Kollektion, die Anne Holtfreter auf den Weg gebracht hat. Westen, Shirts, Einteiler, schick, schick, schick. Anprobetermine gibts ab Mitte September. Den genauen Termin erfahrt ihr rechtzeitig. Aber gucken könnt Ihr schon mal.

Freie Liegeplätze

Wir haben zur Zeit freie Liegeplätze in den kleinen Boxen. Sie sind für Motorboote/Segelboote bis ca. 8m Länge und ca. 1,2m Tiefgang geeignet.

Interessenten aus unserem Verein oder auch Nichtmitglieder können sich bei Ronald Förster melden.
E-Mail: ronald.foerster@rrc85.de

Studis Wanderfahrt: Kampf um das Goldene Stemmbrett

Eine Gruppe der Studenten des Rostocker Ruderclubs und der Hochschulsportgemeinsschaft machte sich am Wochenende auf nach Mirow zum Ruderverein Blau-Weiß. Der ursprüngliche Termin musste Corona-bedingt verschoben werden. Umso größer war die Freude über die spontane Zusage des lokalen Vereins. Für die meisten war es die erste Wanderruderfahrt, sodass es viel Neues zu erleben gab. Dazu zählten neben den neuen Wasserwegen auch neue Erfahrungen, wie das gemeinsame Schleusen oder dem obligatorischen Brückenschnaps. Gemeinsam verbrachten wir in geselliger Runde die Abende beim Lagerfeuer. Ein besonderes Highlight war das Goldene Stemmbrett, das erstmalig als Trophäe für das Wochenende gewonnen werden konnte. Im kollegialen Wettstreit traten die Bootsmannschaften gegeneinander an. Punkte wurden beispielsweise vergeben für das witzigste Anreisefoto, den kreativsten Teamnamen, aber auch einen Handstand im Boot oder Frühstück vorbereiten. Es gab also auch viele Punkte abseits des Wassers zu holen und somit die Gruppe näher zusammenzubringen. Am Ende sicherte sich mit knappem Vorsprung das Team Schneckentempo den Sieg und darf sich gebührend feiern lassen. Als Wanderpokal wird es auch bei den nächsten Fahrten wieder um das begehrte Accessoire gehen.

Wir freuen uns sehr über das gelungen Wochenende und können es kaum erwarten wieder als Truppe neue Gewässer jenseits der Warnow zu erkunden.

Text und Fotos: RRC/MM

Mehr als 100 Jahre Rudern in Neustrelitz

Wanderrudern ist Kult

Vor über 100 Jahren, am 15. November 1911, einem Mittwoch, wurde aus einer Idee Realität. Von sieben Studierenden des Technikums Alt-Strelitz wurde der Ruderclub Neustrelitz ins Leben gerufen. So wechselvoll, wie die Geschichte Deutschlands in diesen 100 Jahren war, so wechselvoll war auch die Geschichte des Rudersports in Neustrelitz.

Das alte Bootshaus vom WSV

Ihr erstes Standquartier war das Restaurant Helgoland, welches auch Namensgeber für den Ruderclub war. 1912 wurden dann die ersten Boote in Berlin erworben und auf dem Wasserweg nach Neustrelitz überführt. Mitbegründer und 1. Vorsitzender des Vereins war Hans Ries aus Berlin, welcher auch als großer Förderer in Erscheinung trat.

Ausfahrt im Doppelachter Königin Luise

Das schwerwiegendste Ereignis für diesen jungen Club war der Brand des Bootshauses neben dem Restaurant Helgoland am 11. März 1913, dem 18 Boote, darunter 5 inzwischen vom Ruderclub beschaffte Boote, zum Opfer fielen. Wie die jüngste Geschichte beweist, war dieser herbe Rückschlag für den Verein und seine Mitglieder kein Grund zu kapitulieren. Schon am Tage nach dem Brand war in der „Landeszeitung ´´ zu lesen:

´´ Wie wir erfahren, beabsichtig der Ruderclub „Helgoland´´ nicht, sich infolge der Vernichtung seiner Boote aufzulösen. Es werden sofort neue Boote bestellt, damit der gesunde und erfrischende Rudersport in unserer Stadt nicht wieder einschläft!„
(Auszug aus der Festrede 100 Jahre Rudern in Neustrelitz)

So hat alles angefangen im Jahr 1911, mittlerweile sind es nun schon 109 Jahre Rudern in Neustrelitz. Noch immer rudern wir gemeinsam jeden Mittwoch über den Zierker See.
Auch an den Wochenenden treffen wir uns gelegentlich zu gemeinsamen Ausfahrten und gemütlichen Grillabenden.
Unsere Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und erfreuen sich der Entspannung und Erholung, die der Wanderrudersport mit sich bringt. Wir sind 20 aktive Ruderer im Alter von 30 bis 80 Jahren.
Im Winter halten wir uns in unserer Sporthalle auf dem Ruderergometer oder im Kraftraum fit.

Erschöpft, aber glücklich nach einer Ausfahrt auf dem Zierker See

Interessenten, die den Rudersport erlernen oder wieder damit anfangen möchten, sind uns jederzeit herzlich willkommen. Treffpunkt ist jeden Mittwoch ab 16:30 Uhr an der Bootshalle auf dem Gelände des Wassersportvereins Neustrelitz.

Sven Thorsten Hartmann
Ruderwart

neuer Vierer für die Masters

Wir freuen uns und sind stolz darauf einen neuen Doppelvierer unser eigen zu nennen. In der letzten Woche konnten die Masters den Vierer von der Firma Empacher in Empfang nehmen und zum Ruderverein bringen.

Im letzten Jahr wurde mit viel Fleiß und Engagement von Seiten der Masters Ruderer Sponsorengelder gesammelt für einen neuen Doppelvierer. Der Alte ist mittlerweile in die Jahre gekommen und bei Wettkämpfen nicht mehr konkurrenzfähig.

Da von Seiten des Vereins keine Mittel zur Verfügung standen haben die Masters sich im letzten Jahr um die Finanzierung gekümmert und somit konnte das Boot bestellt werden.

Über den zukünftigen Namen muss noch abgestimmt werden und eine ordentliche Bootstaufe steht auch noch aus. Das werden wir dann in naher Zukunft mit Freude übernehmen. Der Vorstand bedankt sich für diese tolle Bereicherung unseres Bootsparks!

Zweisamkeit – die neue Freiheit im Wanderrudern

Sie ist nicht jedermanns Sache – die im Wanderrudern seit Wochen verordnete Zweisamkeit, wenn man nicht gerade im Einer seine Kilometer absitzen will. Ja, auch in unserem Verein gibt es den einen oder anderen Ruderkameraden, der geradeheraus sagt: „Da mach ich nicht mit. Ich warte, bis wir wieder im Großboot rudern können.“ Man kann eben niemanden zu seinem Glück zwingen. Denn diese neue Einsam- oder Zweisamkeit, sprich: Rudern nur im Einer oder zu zweit im ungesteuerten Zweier (aus einem Hausstand) bzw. Dreier (mit Lücke für zwei RK aus verschiedenen Hausständen) kann in Corona-Zeiten eine gewisse, nicht zu unterschätzende Freiheit bedeuten: Man hat das Bootshaus für sich allein, kann seine Rudertermine – zumindest in solch einem kleinen Verein wie dem Anklamer Ruderklub – fast nach Lust und Laune planen und auch auf dem Wasser trifft man seit Wochen nur sehr wenige Freizeitsportler. Selbst die Kommunikation ist zur Nebensache geworden, denn die Bootsplanung erfolgt online, die wichtigsten Informationen werden kurz und knapp über eine App ausgetauscht, und sollte man zufällig doch andere Ruderkameraden auf dem Wasser treffen, so sind diese meistens in der anderen Richtung unterwegs und werden nach einem kurzen Hallo ruck, zuck von der Strömung fortgetrieben. Und dann ist man wieder allein mit sich und der Natur. Diese Idylle kann berauschend sein. Auf der Peene trifft man z.B. seit Wochen bei jeder Ausfahrt ab 20 km zwischen zehn und zwanzig (manchmal auch mehr) Seeadler. Man muss lernen, diese Freiheit zu genießen, sich Zeit zu lassen und umzuschauen. Dann kann man sich sogar mal an einem Weißkopfseeadler erfreuen, der das kleine Boot vom Baum aus nur neugierig beäugt und ganz dicht an sich vorbeiziehen lässt, oder einem Exemplar, der nur wenige Meter vom Boot entfernt mit nur einer Kralle einen großen Fisch aus dem Wasser holt. Man ist so fasziniert, dass man sogar vergisst, die Kamera herauszuholen.

Dass zurzeit einige RK unseres doch recht kleinen Vereins diese Zweisamkeit genießen, macht sich im Fahrtenbuch bemerkbar: Trotz verordneter mehrwöchiger Corona-Zwangspause wurden bereits 3.300 Boots-km gerudert. 

Eines gab es vor Corona im Anklamer Ruderklub noch nie: Eine Wanderfahrt an Himmelfahrt ausschließlich in Einern und Zweiern. Für viele RK war es die erste Wanderfahrt in diesem Jahr. Und leider war entsprechendes Bootsmaterial auch nur begrenzt verfügbar. Aber alle haben die Ausfahrt auf Peene und Kleinem Haff genossen. Auch ein Imbiss in der Marina Karnin war möglich, selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln. Und in genau solchen Situationen sehnt man sich dann plötzlich doch nach der Gemeinsamkeit bei Wanderfahrten und Vereinsveranstaltungen zurück – ohne Kontaktverbote und Abstandsregeln. 
Bleibt zu hoffen, dass schon bald wieder alle RK regelmäßig gemeinsame Ausfahrten im Großboot unternehmen können, damit sich niemand ausgegrenzt fühlt oder gar die Lust an diesem schönen Sport verliert. Denn es ist und bleibt ein Mannschaftssport.