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Der RRC in der Presse – neues aus der NNN – Fünf Rostocker stehen im Kader für die Junioren-Europameisterschaften – doch Deutschland nimmt in Belgrad nicht teil

Ein toller Artikel von Peter Richter

Fünf Rostocker sind für die Junioren-Europameisterschaften (JEM) am 26./ 27. September in der serbischen Hauptstadt Belgrad nominiert worden – doch die nicht unerwartete Absage des Deutschen Ruderverbandes folgte auf dem Fuße.

„Wir sind alle sehr enttäuscht, dass wir auf der Zielgeraden ausgebremst wurden. Aber die Gesundheit der Athletinnen und Athleten sowie Betreuer hat höchste Priorität, da gehen wir kein Risiko ein. Zudem können wir als Nationalmannschaft nicht entgegen einer öffentlichen Bekanntmachung in ein Land einreisen, für das es laut Bundesregierung wegen der steigenden Corona-Fallzahlen eine Reisewarnung gibt“, so DRV-Sportdirektor Mario Woldt.

„Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um bestens vorbereitet zur EM zu fahren. Die Sportlerinnen und Sportler wissen aber auch, dass wir hinsichtlich der Entscheidung einer höheren Macht ausgesetzt sind und eine Teilnahme unter diesen Umständen nicht verantworten können“, sagt Junioren-Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Damit gibt es für den deutschen Nachwuchs in diesem Jahr kein einziges internationales Rennen…

Bei der Kleinboot-Überprüfung am Wochenende in Hamburg setzte sich Aurelia-Maxima Katharina Janzen vom Rostocker Ruder-Club im A-Einer durch.

Die weiteren in der Hansestadt ansässigen JEM-Nominierten sind Daria Arndt (ORC), Clemens Jeschke (Schweriner RG von 1874/75), Oliver Holtz und Mathilda Kitzmann (beide RRC).

Für Letztere ist die Entwicklung doppelt bedauerlich. Die Junioren-Vize-Weltmeisterin im Achter und Europameisterin im „Vierer mit“ (jeweils 2019) sollte eigentlich in 14 Tagen ihr Studium an der Stanford University in Kalifornien aufnehmen. Aber da das erste Semester Pandemie-bedingt auf digitalem Weg stattfindet, wird sie zur „Fernstudentin“, ist zur Zeit der JEM unverhofft zu Hause und hätte somit doch teilnehmen können…

Mathilda Kitzmann: „Nominierung bedeutet uns schon was“

„Ich bleibe auf jeden Fall bis Anfang Januar 2021 in Deutschland und hoffe, dass ich dann rüber kann“, informiert die 18-Jährige. „Dass die JEM ausfällt, ist schade, es war aber in den vergangenen Wochen schon erkennbar, dass die Entscheidung so getroffen wird. Jetzt war es erst einmal schön, überhaupt wieder Rennen fahren zu können, und die Nominierung in die Junioren-Nationalmannschaft ist ja immerhin theoretisch erfolgt, das bedeutet uns schon was. Ein bisschen hoffen wir auch noch, dass wir dieses Jahr eventuell doch noch irgendeinen Wettkampf haben werden, auch wenn bis jetzt nichts in Aussicht steht“, so Mathilda Kitzmann, die in Hamburg im „Zweier ohne“ auf Platz drei landete.

– Quelle: https://www.nnn.de/29455762 ©2020

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