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Sehr stolz auf den vierten Platz

Die Hoffnung von René Burmeister (Trainer Olympiastützpunkt Mecklenburg-
Vorpommern), dass seine sechs Spitzenruderer bei den Deutschen Kleinboot-
Meisterschaften am Wochenende in Krefeld unter die ersten Acht kommen, ging für fünf
von ihnen in Erfüllung.
Abgesehen von Malte Daberkow (Olympischer Ruder-Club Rostock), der mit Björn
Birkner (RC Rheinfelden 1921) einen Zweier bildete, erreichten alle anderen am
Sonnabend das A-Finale der besten Sechs. Daberkow/Birkner verpassten als Vierte des
ersten Halbfinals hinter der neu zusammengestellten Kombination Hannes Ocik
(Schweriner Rudergesellschaft 1874/75) und Jakob Schneider (RK am Baldeneysee
Essen) den A-Endlauf. Gestern im B-Finale büßten sie an Maltes 23. Geburtstag
praktisch auf der Ziellinie Rang drei noch ein, wurden so Gesamtzehnte. Ocik/Schneider
belegten Platz sechs im A-Finale. „Dass Hannes mit neuem Partner überhaupt da
hinkommt, ist sehr gut. Die beiden trainieren erst seit anderthalb Wochen zusammen.
Maltes Leistung war in Ordnung, ist aber ausbaufähig. Er muss lernen, mit dem Druck
umzugehen“, so Burmeister. Der frühere Rostocker Felix Drahotta (RTHC Bayer
Leverkusen) holte mit Anton Braun (Berliner RC) Bronze.
Im weiblichen Riemen-Bereich wurden Frauke Hacker (ORC) und Leah Labudde
(Greifswalder RC Hilda 1892) Sechste. „Sie waren das ganze Wochenende nicht richtig
in Tritt, sind vom Ruderischen nicht vorwärts gekommen. Woran genau das lag, muss
man analysieren“, urteilte ihr Heim-Trainer.
Was für ein Auftritt hingegen von Carolin Dold aus Greifswald mit der Ex-Rostockerin
Laura Prieß (Hamburg): Auf dem Elfrather See lieferten sie Julia Barz (Kettwig) und
Sophie Oksche (Ingolstadt) einen erbitterten Kampf um Bronze. Letztlich waren sie eine
Hundertstelsekunde „zu langsam“, und das auf einer Strecke von 2000 Metern.
„Unfassbar“, musste auch Burmeister diesen Rennausgang erst mal verdauen, sah es
dann aber positiv, sprach von „einem weinenden und einem lachenden Auge“ sowie
einem „gefühlten dritten Platz“.
Abschließend trat bei den Skull-Frauen Julia Leiding (Rostocker Ruder-Club von 1885) in
Aktion. Sie hatte am Sonnabend ihr Halbfinale gewonnen und dabei Doppelvierer-
Olympiasiegerin Annekatrin Thiele vom SC DHfK Leipzig hinter sich gelassen. Im A-Endlauf wurde sie Vierte. Unter den drei Einer-Ruderinnen, die vor ihr im Ziel ankamen,
befand sich neben Thiele (2.) mit der siegreichen Lokalmatadorin Lisa Schmidla
(Crefelder Ruder-Club 1883) eine weitere Olympiasiegerin von Rio. „Es fehlt ihr ein
bisschen Erfahrung, um im Finale noch mal zehn Prozent draufzupacken, aber insgesamt
gesehen gefiel mir Julia sehr, sehr gut“, sagte René Burmeister. Auch die Gelobte selbst
freute sich: „Das Halbfinale war ganz stark und hat mich noch mal richtig gepusht. Mir
gelang ein guter Start, und über die Strecke konnte ich Kontakt zu den Medaillenrängen
halten. Nach einem starken Finish blieb nur ein vierter Platz, auf den ich trotzdem sehr
stolz bin.“
Autor: Peter Richter/NNN
NNN – Artikel

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